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Alt 29.04.2010, 10:51   #1
x_man
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Standard [Netzwelt] Russische Firma DST kauft ICQ für 187,5 Millionen US-Dollar

Konkurrent DST wird sich mit AOL einig.

AOL hat einen Vertrag über den Verkauf von ICQ an einen russischen Konkurrenten unterzeichnet. DST zahlt mehr als 187 Millionen US-Dollar. AOL hatte ursprünglich 300 Millionen US-Dollar haben wollen.

Die russische Internet Holding Digital Sky Technologies (DST) hat den Instant-Messaging-Dienst ICQ gekauft. Das gab der Eigner AOL bekannt. Der Preis lag bei 187,5 Millionen US-Dollar. DST betreibt den Webmailer Mail.ru, zu dem der Instant-Messaging-Dienst Agent@Mail.ru mit monatlich etwa 12 Millionen Nutzern gehört. ICQ war dessen Hauptkonkurrent in Russland.

AOL hatte für das israelische Unternehmen Mirabilis, das das populäre Instant-Messaging-Programm ICQ entwickelt hatte, im Juni 1998 über 400 Millionen US-Dollar gezahlt. Aktuell soll AOL 300 Millionen US-Dollar gefordert haben. Weitere Kaufinteressenten waren das russische Medienunternehmen Prof-Media und die chinesische Firma Tencent. Die Mehrheit der Nutzer von ICQ ist russischsprachig, das hatte ICQ im März 2010 mitgeteilt. Ihr Anteil entspricht 44 Prozent, das sind rund 18,5 Millionen von insgesamt 42 Millionen Nutzern. ICQ hat neben Russland hauptsächlich Nutzer in Deutschland, in der Tschechischen Republik und Israel.

"Der Erwerb von ICQ ist eine strategische Weiterentwicklung unseres Geschäfts in Russland und Osteuropa", sagte DST-Chef Yuri Milner. "ICQs langjähriger Markenname und sein sehr loyaler Kundenstamm bilden zusammen eine sehr attraktive Möglichkeit zur weiteren Stärkung unserer Position in der Region".

DST ist seit einem Jahr auch Großaktionär bei Facebook. Im Dezember vergangenen Jahres investierte das Unternehmen außerdem in den Spielanbieter Zynga.

AOL hat heute zudem seinen Geschäftsbericht für das letzte Quartal vorgelegt. Der Gewinn sank um 58 Prozent auf 34,7 Millionen US-Dollar (32 Cent pro Aktie), nach 82,7 Millionen US-Dollar (78 Cent pro Aktie) im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Umsatz fiel um 23 Prozent auf 664,3 Millionen US-Dollar. Die Analysten hatten einen Gewinn von 70 Cent pro Aktie und einen Umsatz von 679 Millionen US-Dollar erwartet.

Quelle: golem.de
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